Datum
13.01.26
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Weiterhin problematische Situation auf Nebenstraßen und auf Wegen für
Radfahrende
In der Nacht: Regen. Tagsüber: Tauwetter, hilft den Schnee in den Nebenstraßen
und auf den Wegen für Radfahrende zu beseitigen.
Die Situation ist ähnlich wie an den Vortagen:
Für "normale" Radfahrende ist es schwierig, sicher voranzukommen (siehe Bild).
D.h. seit 9 (neun) Tagen, beginnend vom 5.1., problematische, ja
chaotische Zustände auf den
Wegen für Radfahrende, aber auch für Zufußgehende.
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Die Seite "Sag's uns einfach" listet für die Hinweise auf
notwendigen Winterdienst weiterhin den Status "In Bearbeitung" auf.
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Die Stadtbahnen sind weiterhin nicht komplett in Betrieb.
Die ÜSTRA teilt dazu auf ihrer Homepage mit:
Die Stadtbahnen fahren aktuell noch nicht im kompletten Netz.
Heute im Laufe des Tages werden alle Stadtbahnen wieder im Regelbetrieb
unterwegs sein. Alle Endpunkte können wieder angefahren werden.
Ab wann genau, steht leider noch nicht fest. Wir informieren euch so schnell
wie möglich.
Wie fährt welche Linie?
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Linie 1 (Teilstrecke): Langenhagen – Peiner Straße
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Linie 2 (Teilstrecke): Alte Heide – Peiner Straße
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Linie 3 (Teilstrecke): Wettbergen – Oldenburger Allee
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Linie 4 (Teilstrecke): Roderbruch – Marienwerder Wissenschaftspark
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Linie 5: Stöcken – Anderten
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Linie 6: Nordhafen – Messe/ Ost
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Linie 7: Misburg – Wettbergen
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Linie 8 (Teilstrecke): Dragonerstraße – Stadtfriedhof Seelhorst
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Linie 9 (Schienenersatzverkehr): Empelde - Waterloo
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Linie 10: Hauptbahnhof/ ZOB - Ahlem / Der Halt “Harenberger Straße” entfällt weiterhin
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Linie 11 (Teilstrecke): Haltenhoffstraße – HCC
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Linie 13: Fasanenkrug – Hemmingen
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Linie 17: Hauptbahnhof ZOB – Wallensteinstraße
Damit wird Laatzen zzt. nicht mehr angefahren
Bericht einer Fahrgästin vom Freitag, den 9.1.,
für den Weg von der Nordstadt
bis Rethen:
2 1/2 Stunden! Da nur Teillinien bedient wurden, mussten die Lücken zwischen
den Teilstrecken zu Fuß erfolgen.
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Problem der Stadtbahn
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Betonplatten-Überwege zwischen den Schienen werden durch Frost angehoben.
Die Triebwagen können nicht darüber fahren.
Das Problem ist seit mehreren Jahren bekannt. Einige Übergänge im
Stadtbahnnetz wurden besser befestigt, aber nicht alle.
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Die Rillen in den Schienen vereisen. Die darin verlaufenden Spurkränze der
Räder der Triebwagen können das Eis nicht verdrängen und der Triebwagen
entgleist.
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Weichen sind vereist. Entgleisungsgefahr.
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Besser auf den Winter vorbreiten?
In der HAZ vom 13.01.26 wird Herr Jagau (SPD, Regionspräsident von 2006 bis
2021) zitiert:
"Natürlich könnte man sich auf dieses oder jenes Szenario noch besser
vorbereiten. Nur koste das eben auch Geld, im Bürokratendeutsch sind
das 'Vorhaltekosten'. Das sind Kosten für die Allgemeinheit,
Steuergeld. Hätte man fünfmal pro Winter eine Situation wie jetzt,
würden die sich lohnen."
So aber, heißt das im Umkehrschluss, muss man wohl oder übel alle fünf Jahre
damit klar kommen, wenn die Bahn auch mal nicht fährt (?).
Kommentar von Radwege-Laatzen: Ob den Fahrgästinnen und Fahrgästen damit
geholfen ist, die bei Kälte, Glätte und Dunkelheit die Lücken zwischen den
Teilstrecken der Stadtbahn zu Fuß zurücklegen mussten?
Darüber ⇒[ hier lesen ].
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- Wie gehen andere Länder vor, um bei Schneefall sicheren Radverkehr
zu ermöglichen?
Zum Beispiel Finnland (Auszug aus der Zeitschrift Spiegel © vom
06.01.26)
Im nordfinnischen Oulu herrschen monatelang strenger Frost und Dunkelheit –
trotzdem fahren viele Menschen rund ums Jahr Fahrrad.
Stadtplaner Pekka Tahkola erklärt, wie Radfahrer sich für den Winter begeistern können.
Pekka Tahkola, Jahrgang 1982, arbeitet als Stadtplaner und
»Well-being Engineer« für die Beratungsfirma Navico im finnischen Oulu.
Die nördlichste Großstadt der EU nennt sich selbst »Welthauptstadt des
Winterradelns« (und ist zudem Kulturhauptstadt Europas 2026).
Tahkola hat die Winter Cycling Federation mitgegründet, die seit 2013 mehrere
internationale Kongresse zum Thema veranstaltet hat. ... .
Tahkola berichtet:
"
... Wenn auch alte Leute unbesorgt durch den Schnee radeln wie in Oulu,
weiß man: Wir sind auf dem richtigen Weg. Und den bei Weitem höchsten
Radfahreranteil haben Kinder, die das ganze Jahr auf zwei Rädern zur Schule
kommen, auch bei minus 30 Grad – ganz selbstverständlich ohne Eltern.
So gewöhnen sie sich an einen gesunden, unabhängigen Lebensweg. "
Oulu hat das hinbekommen, Tahkola:
"Mit gut gepflegter Infrastruktur. Wir haben hier 1000 Kilometer Radwege,
und die sind vollständig vom Autoverkehr getrennt, nicht bloß auf die Fahrbahn
gepinselt. Viele verlaufen über eigene Trassen, wo man sich sicher fühlen
kann, frei von Lärm und Abgasen.
Die meisten liegen mindestens drei Meter neben der Autofahrbahn, aber
zumindest mit einem Bordstein gesichert.
" Bei monatelangem Frost und Dunkelheit - Tahkola:
Dafür sind die Wege gut beleuchtet, beschildert und regelmäßig geräumt.
Und außerdem macht der Schnee alles heller, sodass es selbst ohne Sonnenlicht
nicht so dunkel ist.
Auf der Website der Stadt kann man in Echtzeit sehen, welche Wege die
Schneepflüge zuletzt geräumt oder gestreut haben.
Die Stadt hat drei verschiedene Klassen von und garantiert dafür eine
bestimmte Qualität im Winterdienst.
Auf den 166 Kilometer Rad- und Fußwegen festgelegt langen Hauptrouten dürfen
nie mehr als vier Zentimeter Schnee liegen.
Sobald es zwei Zentimeter sind, muss der Weg in drei Stunden geräumt werden.
Jeder einzelne Beschäftigte des Räumdienstes muss regelmäßig selbst auf
seinen Routen radeln. Wenn die Nutzer besonders zufrieden sind,
kann es Boni geben.
Man muss zuerst die Rad- und Fußwege räumen, sobald es schneit. Der Schnee
darf gar nicht erst liegen bleiben, sonst wird er kompakt und rutschig.
Außerdem wird eine dicke Schneedecke ein Albtraum, wenn sie irgendwann taut.
Und schon gar nicht darf sie von Autos in ungleichmäßige Hubbel gepresst
werden, die dann vereisen. Darauf ist Radfahren einfach gefährlich.
Eine hauchdünne Schicht von wenigen Millimetern bleibt, meist scheint der
Straßenbelag durch. Das ist tatsächlich eine perfekte Oberfläche zum Radeln –
vorausgesetzt, sie wurde sauber von einem Fahrzeug mit guten Pflugscharen
geräumt.
Ein Fuhrpark für den Winterdienst wie bei uns nah am Polarkreis lohnt sich für
deutsche Städte vielleicht nicht. Aber das bisschen Schnee, das selten mal
fällt, zu beseitigen, sollten sie hinbekommen.
Wenn sie das nicht tun, zeigen sie einfach, wen sie schützen wollen und wen
nicht.
Vor allem Fußgänger brauchen den Winterdienst noch dringender als Radfahrer,
aber Autofahrer müssen wirklich nicht an erster Stelle stehen.".
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